Beispielflugtag - Wie ein Flugtag bzw. Wochenende abläuft

Eigentlich beginnt so ein Flugwochenende bereits am Donnerstag:
Die Wettervorhersage für das Wochenende zeigt so langsam eine Tendenz und beim abendlichen Vereinstreffen wird diese dann von jedem anders interpretiert, aber schließlich einigt man sich so grob auf "super Flugwetter", "man kann einen Start machen", "Bastelwochenende" oder "Alternativprogramm muss her".
Die Fahrgemeinschaften werden abgesprochen und eine Uhrzeit für das Treffen auf der Binz vereinbart. In der Regel ist dies Samstag 10:00 Uhr, bei sehr gutem Flugwetter kann das aber auch schon mal Freitagabend sein, um das Aufbauen der Flugzeuge zu erledigen.

Für die Fahrt von Aachen zur Binz muss man etwa eine Stunde einplanen, so dass dann am Samstag gegen 08:45 - 09:00 Uhr losgefahren wird.
Um 10:00 Uhr trifft man sich - meistens mit dem anderen Verein aus der DG 1000-Haltergemeinschaft - zum Briefing. Hier gibt es die aktuellste Wetterprognose für den Tag und es wird besprochen, welches Gerät und Material heute eingesetzt oder gebraucht wird, wer welche Tätigkeiten bei der Durchführung des Flugbetriebes übernimmt und wer welches Flugzeug fliegen möchte.

Dann werden die Flugzeuge aus den Hallen geholt, aufgebaut und das benötigte Material zur Startstelle gebracht, angeschlossen oder sonstwie in Betrieb genommen, und so etwa um 11:30 Uhr geht's mit dem Fliegen los.

Beim Segelfliegen sind für einen Start immer ein paar helfende Hände nötig, die dann am Boden zurückbleiben ("paar" kleingeschrieben - also nicht nur ein Paar sondern eher so drei bis vier Paar). Da diese Tätigkeiten aber von fast allen Anwesenden ausgeführt werden können, wechselt man sich ständig ab, und man muss nicht fürchten, den halben Tag nur auf der Winde zu sitzen.

An Samstagen wird geflogen, so lange es geht oder bis der Platz schließt (was um 20:30 Uhr der Fall ist). "So lange es geht" ist wiederum wetterabhängig: an guten Tagen kann das 20:00 Uhr sein, an schlechten bzw. im Frühjahr oder Herbst auch schon 17:00 Uhr. Etwa eine halbe Stunde vor Beendigung des Flugbetriebs wird eine Person ausgewürfelt, die auf dem Campingplatz den Grill anwirft und mit dem Salatschneiden anfängt. Der Rest baut die Flugzeuge ab oder bindet sie - bei guter Vorhersage für den Sonntag - sicher an.

Bei einem Erfrischungsgetränk auf dem Campingplatz wird über den Flugtag geklönt und der unvermeidliche Papierkrieg erledigt. Mittlerweile ist der Grill fertig und die mannigfaltigen Grillprodukte werden ihrer Bestimmung zugeführt. Anschließend klingt der Tag bei einem Lagerfeuer gemütlich aus.

Der Sonntag verläuft ähnlich. Nach einem gemeinsamen Frühstück ist wieder um 10:00 Uhr das Briefing angesetzt und danach folgt dann ein weiterer Flugtag.
Wegen der Heimfahrt wird der Flugbetrieb in der Regel gegen 18:00 Uhr beendet, damit man so ungefähr um 20:00 Uhr wieder in Aachen ist. Gelegentlich trifft man sich danach noch zum Essen oder auf einen Absacker in einer der vielen Aachener Kneipen.